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On the Economics of Incentives and Cooperation

Römer, Daniel :
On the Economics of Incentives and Cooperation.
TU Darmstadt
[Ph.D. Thesis], (2010)

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Item Type: Ph.D. Thesis
Title: On the Economics of Incentives and Cooperation
Language: English
Abstract:

The present dissertation contains essays on the economics of incentives and cooperation looking at different economic situations and using theoretical, experimental and empirical tools. In my first essay, I model a market with two firms and show under which circumstances even here - in a concentrated market and in the absence of other-regarding preferences - the efficient outcome can be established. Based on the seminal paper of Hotelling (1929) and its extension to quadratic demand by d’Aspremont et al. (1979), I introduce elastic total demand by allowing for a reservation value of the consumers. When transportation costs are increasing and/or the valuation of the product is decreasing, firms have an incentive to move towards the quartiles of the location space. This result shows that a duopoly can yield the efficient outcome under certain conditions. The analysis fills a gap in the literature on spatial demand models. In addition, the finding of a potentially efficient market in a duopoly offers new insights for regulation theory. In the second essay we use an economic experiment to test the guilt aversion hypothesis stating that individuals increase (decrease) their willingness to cooperate if they see that their co-player is (not) expecting cooperation. Recent papers often could not confirm this hypothesis in the lab. We suggest a more refined framework using a two round dictator game and find that dictators do react to other’s expectations. While reproducing the result of existing studies and rejecting the guilt aversion hypothesis in the first round, we show that first order beliefs and transfers are positively correlated if dictators experience the situation for the second time. Hence, our results suggest that the concept of guilt aversion should not be rejected but needs to be refined. In addition, the two-round setup allows us to control for individual effects representing a new general approach going well beyond this particular study. The third essay looks at cooperation from an empirical angle analyzing German prison data. In this context, cooperation can be seen as compliance with the law. Hence, it is interesting to identify conditions that reduce the likelihood of (re-)offending. In particular we test the hypothesis whether sentencing adolescents as adults influences the self-reported probability of recidivism. We first apply standard econometric models to the data and identify several social and socioeconomic factors of expected recidivism, like job expectation, social networks and age. Then, we perform a bivariate probit estimation and apply a regression discontinuity design in order to identify the effect of criminal law on juvenile offenders. Opposed to the bulk of the literature, which mainly relies on US data, we do not find that the application of criminal law increases juvenile recidivism. Rather, our results suggest that sentencing adolescents as adults reduces recidivism in Germany. In conclusion, the essays work out different aspects that can foster welfare enhancing cooperation as briefly summarized in the last chapter.

Alternative Abstract:
Alternative AbstractLanguage
Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit der ökonomischen Analyse von Anreizen zur Kooperation und verwendet dazu ein theoretisches Modell, ein Verhaltensexperiment sowie eine empirische Untersuchung. Die Arbeit betritt inhaltlich auf verschiedenen Gebieten Neuland und verwendet zudem moderne ökonometrische Methoden, womit sie auch aus methodischer Hinsicht die Literatur bereichert. Der Inhalt der einzelnen Kapitel wird im Folgenden kurz vorgestellt. Das erste Kapitel stellt die Einleitung zur Arbeit dar. Im zweiten Kapitel wird ein duopolistischer Markt betrachtet, auf dem Verbraucher zusätzlich zum Preis Entfernungskosten auf sich nehmen müssen, um das Gut zu konsumieren. Hierbei wird untersucht, wie die Unternehmen ihren Standort wählen und wie sich diese Entscheidung auf die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt auswirkt. Es kann gezeigt werden, dass sich die Unternehmen unter bestimmten Bedingungen so positionieren, dass alle Konsumenten zu den insgesamt geringsten Transportkosten bedient werden können und somit das effiziente Ergebnis erreicht wird, obwohl der Markt auf Anbieterseite konzentriert ist. Diese Standortwahl kann als kooperatives Verhalten gesehen werden, da es beide Unternehmen vermeiden, stärker in Konkurrenz zu treten. Zum einen schließt diese Analyse eine Lücke in der Forschung, zum anderen ist auch das Ergebnis interessant und eröffnet neue Sichtweisen für Theorie und Praxis der Marktregulierung. Das dritte Kapitel betrachtet ein Experiment, in dem untersucht wird, ob die Erwartungen von anderen Personen Einfluss auf die eigene Entscheidung nehmen können. Hierzu wird ein erweitertes Diktatorspiel gespielt, bei dem der Diktator wie üblich über die Aufteilung eines bestimmten Geldbetrages entscheiden kann, ihm jedoch zusätzlich vor seiner Entscheidung die erwartete Auszahlung des Empfängers vorgelegt wird. Die Ergebnisse des Experiments zeigen, dass bei einer unvorbereiteten ersten Konfrontation mit der Erwartung des Empfängers kein Einfluss auf die Entscheidung nachweisbar ist. Beim Wiederholen der Spielsituation oder nach einer vorherigen gedanklichen Auseinandersetzung mit der Perspektive des Empfängers zeigt sich allerdings sehr wohl ein Einfluss der Erwartung. Somit können diese beiden Praktiken als Erhöhung der Kooperationsbereitschaft gesehen werden. Diese Erkenntnis könnte z. B. bei der Ausgestaltung von anonymen Arbeitsplätzen von Interesse sein und generell bei Kooperationsdilemmata zu besseren Ergebnissen führen. Das vierte Kapitel nähert sich der Problematik mittels einer empirischen Untersuchung. Erneut wird eine Situation betrachtet, in der Individuen entscheiden können, ob sie sich kooperativ verhalten. In diesem Fall drückt sich die Kooperation als Einhalten der gesetzlichen Regeln aus. Grundlage der Untersuchung sind Daten aus einer Befragung jugendlicher Straftäter während ihrer Inhaftierung. Mit Hilfe dieser Daten werden, unter Verwendung von verschiedenen ökonometrischen Analyseinstrumenten, Einflussfaktoren auf die selbstberichtete Rückfallwahrscheinlichkeit identifiziert. Hierbei wird insbesondere die Hypothese getestet, ob sich eine Verurteilung nach Erwachsenenstrafrecht vorteilhaft auf die Perspektive heranwachsender Delinquenten auswirkt. Die Daten bestätigen diese Hypothese und stehen damit in einem starken Kontrast zu den Ergebnissen US-amerikanischer Studien, die in der Regel zu dem Ergebnis kommen, dass eine Verurteilung nach Erwachsenenrecht die Rückfallwahrscheinlichkeit erhöht. Insgesamt kann die Arbeit somit interessante und schlüssige Ergebnisse nachweisen, die in ihrem fünften und letzen Kapitel kurz zusammengefasst werden.German
Uncontrolled Keywords: Cooperation, Industrial Organization, Experimental Economics, Crime
Alternative keywords:
Alternative keywordsLanguage
Cooperation, Industrial Organization, Experimental Economics, CrimeEnglish
Classification DDC: 300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
Divisions: Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften > Volkswirtschaftliche Fachgebiete
Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften > Volkswirtschaftliche Fachgebiete > Angewandte Mikroökonomik und Institutionenökonomik
Date Deposited: 05 Jan 2011 07:20
Last Modified: 07 Dec 2012 11:59
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-23756
License: Creative Commons: Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0
Referees: Helm, Prof. Dr. Carsten and Kosfeld, Prof. Dr. Michael and Martin, Dr. Karlsson
Refereed: 16 December 2010
URI: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/id/eprint/2375
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