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Certification in Digital Transactions : Determinants of Effectiveness in the Context of Information Asymmetry

Siegfried, Nils (2021):
Certification in Digital Transactions : Determinants of Effectiveness in the Context of Information Asymmetry. (Publisher's Version)
Darmstadt, Technische Universität,
DOI: 10.26083/tuprints-00017530,
[Ph.D. Thesis]

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Item Type: Ph.D. Thesis
Status: Publisher's Version
Title: Certification in Digital Transactions : Determinants of Effectiveness in the Context of Information Asymmetry
Language: English
Abstract:

Digital transactions enable individual consumers and organizations to exchange goods and services in an easy and flexible manner, driving market dynamics and promoting new business models. Increased speed in transactions and volatility in market participants, however, come at the downside of frequent evaluations of transaction partners and the need for deliberate decision-making in the light of growing product and service complexity. Digital environments make it harder to inspect products or services, which may rely on critical platforms or infrastructure that are completely hidden from transaction partners but are substantial to service quality. In consequence, information is distributed unequally between transaction partners and measures have to be adopted to overcome this asymmetry to build trust and foster transactions. Certifications are a means to signal true quality between transaction partners by providing information, to which regard specific requirements are fulfilled. In the certification process, an evaluation against a predefined set of criteria is performed and official documentation by a third-party certification authority is provided. By inspecting this documentation, potential transaction partners are provided with introspection into otherwise unobservable aspects of product or service quality. Hence, certifications can help to bridge information asymmetry prior to transactions. While they have been adopted in various contexts and were subject to prior research, understanding about their inner workings is limited and findings on their effectiveness remain inconclusive. The focus of prior research has been on the effect of mere presence vs. absence of certifications. While the findings of these studies helped to understand the effect of certifications as unitary cues, they did not investigate how the particular design of certificates in terms of their assurances influences their effect. Moreover, the results were ambiguous as some could find significant influences on the formation of trust and the intention to transact, while others could not. Besides, another important aspect was hardly covered: the embedding of certification in its environment. This includes characteristics of the transaction parties that perceive a certification, their prior relationship, and the context, in which the certification is used. To contribute to a better understanding of certification effectiveness, incorporating its internal characteristics and external embedding, four research studies have been conducted. The first study provides a literature review on the theoretical frameworks used in existing research on certifications in Information Systems. Study two focuses in detail on certifications and their content, investigating differences in relative importance of assurances between customers and providers in the context of cloud service certifications. Shifting the focus from its content to characteristics of recipients, the third study analyzes how the effect of certification changes, depending on prior experiences in a customer-provider relationship. An online scenario experiment was conducted, simulating e-commerce purchase decisions at different qualities and quantities of prior shopping experience. The fourth study investigates a particular form of certification in the context of the sharing economy. In an online experiment, the role of certification of users’ identity on the formation of trust and intentions to engage in a transaction was analyzed. The findings of these studies enrich the theoretical understanding of certifications in Information Systems in different aspects. Shifting the focus of investigation from certification as a unitary cue to a bundle of assurances, it becomes apparent that one certification can be perceived differently depending on recipient characteristics and the relative importance of assurances. Moreover, the certification’s environment plays an important role towards its effectiveness. Influencing factors as industry, the prior experiences in a provider-customer relationship or the transaction context were identified. Besides, on a research level, the theoretical lenses used to study certification varied in prior research, which may partly explain for ambiguous findings. Overall, this thesis finds that a more fine-grained, context-aware analysis of certifications in Information Systems is beneficial to understand their influence on market participants and to enable better prediction of their effectiveness in practice.

Alternative Abstract:
Alternative AbstractLanguage

Die Digitalisierung der Kommunikation vereinfacht Transaktionen zwischen Individuen und Organisationen. Mehr Flexibilität im Austausch von Gütern und Dienstleistungen führt zu höherer Marktdynamik und fördert die Entstehung neuer Geschäftsmodelle. Allerdings erschweren höhere Transaktionsgeschwindigkeiten und eine volatilere Zusammensetzung der Märkte die Entscheidungsfindung, insbesondere in Anbetracht höherer Komplexität von Produkten und Dienstleistungen. Die digitale Umgebung kann eine umfassende Beurteilung erschweren, gerade dann, wenn Angebote auf einer Plattform oder Infrastruktur basieren, die für potentielle Kunden nicht einsehbar ist. Die Folge ist eine ungleiche Verteilung von Informationen zwischen Transaktionspartnern und die Notwendigkeit von Maßnahmen, um diese Asymmetrie auszugleichen, Vertrauen aufzubauen und dadurch Transaktionen zu erleichtern. Zertifikate können eingesetzt werden, um Informationen über die tatsächliche Qualität von Produkten oder Dienstleistungen zwischen Transaktionspartnern auszutauschen. Im Zertifizierungsprozess wird eine Evaluation gegen definierte Kriterien von einer Zertifizierungsstelle durchgeführt und das Ergebnis in offizieller Form dokumentiert. Potentielle Transaktionspartner können diese Dokumentation einsehen und dadurch Informationen über einen Anbieter sowie dessen Produkte und Dienstleistungen gewinnen, die anderweitig nicht zugänglich sind. Damit helfen Zertifikate dabei, die Informationsasymmetrie zwischen Parteien im Vorfeld einer Transaktion zu überbrücken. Obwohl sie in mehreren Kontexten eingesetzt werden und in früheren Studien untersucht wurden, ist das Verständnis über die Wirkungsweise von Zertifikaten begrenzt und die Ergebnisse über deren Effektivität sind nicht eindeutig. Der Fokus bisheriger Forschung lag auf der gesamtheitlichen Wirkung eines Zertifikats, insbesondere dem Vergleich von Angeboten mit und ohne Zertifizierung. Diese Studien haben wichtige Beiträge zum Verständnis der Wirkung von Zertifikaten geliefert, allerdings wurde nicht geklärt, wie das konkrete Design eines Zertifikats in Form der enthaltenen Zusicherungen sich auf dessen Effektivität auswirkt. Darüber hinaus sind die bisherigen Ergebnisse nicht eindeutig, da einige Studien signifikante Einflüsse von Zertifikaten auf die Bildung von Vertrauen und Transaktionsabsicht nachweisen konnten, diese jedoch in anderen Studien nicht bestätigt wurden. Ein weiterer Aspekt, der in bisherigen Studien nur vereinzelt adressiert wurde aber von Relevanz für dessen Effekt ist, liegt in der Umgebung eines Zertifikats. Dazu gehören die Charakteristika der Partei, die ein Zertifikat empfängt bzw. interpretiert, das bisherige Verhältnis der Transaktionsparteien und der Kontext, in dem das Zertifikat eingesetzt wird. Um die Effektivität von Zertifikaten besser zu verstehen, wurden vier Studien durchgeführt, die verschiedene Aspekte der internen Charakteristika sowie externer Einflussfaktoren untersuchen. Die erste Studie stellt die Ergebnisse einer Literaturrecherche zu den theoretischen Rahmenwerken vor, die in bisheriger Forschung im Bereich Information Systems zu Zertifikaten verwendet wurden. In der zweiten Studie wurden Unterschiede in der Wahrnehmung von Zertifikaten zwischen Anbietern und Kunden untersucht. Dabei wurde die relative Wichtigkeit verschiedener Zusicherungen innerhalb eines Zertifikats im Kontext von Cloud Computing verglichen. Dagegen beschäftigt sich die dritte Studie mit dem Einfluss der bisherigen Beziehung zwischen Anbieter und Kunde auf die Wirkung eines Zertifikats. Es wurde in einem Onlineexperiment untersucht, in wie weit die Qualität und Quantität bisher gemachter Transaktionserfahrungen bei der Wahrnehmung des Zertifikats eine Rolle spielen. In der vierten Studie wurde eine konkrete Form der Zertifizierung im Kontext der Sharing Economy untersucht. Dabei wurde in einem Onlineexperiment der Einfluss einer Zertifizierung der Nutzeridentität auf die Bildung von Vertrauen und die Intention zur Durchführung einer Transaktion analysiert. Die Ergebnisse dieser Studien tragen zum theoretischen Verständnis von Zertifizierung in der Information Systems Forschung bei. Die Verschiebung des Untersuchungsfokus von Zertifikaten als eindimensionale Signale hin zu einer Betrachtung als Bündel einzelner Zusicherungen zeigt, dass die gleiche Zertifizierung von unterschiedlichen Empfängern anders wahrgenommen wird, abhängig von deren Charakteristika und der Wichtigkeit einzelner Zusicherungen. Darüber hinaus spielt die Umgebung, in der ein Zertifikat eingesetzt wird eine wichtige Rolle für dessen Effektivität. Einflussfaktoren wie der Wirtschaftssektor, vorherige Erfahrungen in einer Kunde-Anbieter-Beziehung oder der Transaktionskontext wurden als relevant identifiziert. Hinsichtlich der Forschung zu Zertifizierungen wurde gezeigt, dass die bisher verwendeten Theorien variierten. In den dadurch unterschiedlich angelegten Studien wurden teilweise gegensätzliche Ergebnisse zur Wirkung von Zertifikaten gefunden. Eine Konsolidierung der theoretischen Rahmenwerke kann dazu beitragen, Ergebnisse besser vergleichbar zu machen und relevante Aspekte bei der Untersuchung zu berücksichtigen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Studien, dass eine feingranulare und kontextsensitive Analyse von Zertifizierungen notwendig ist, um deren Einfluss auf Marktteilnehmer zu verstehen und damit die Vorhersagbarkeit ihrer Wirkung in der Praxis zu verbessern.

German
Place of Publication: Darmstadt
Collation: xii, 128 Seiten
Classification DDC: 300 Sozialwissenschaften > 330 Wirtschaft
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 650 Management
Divisions: 01 Department of Law and Economics > Betriebswirtschaftliche Fachgebiete > Fachgebiet Information Systems & E-Services
Date Deposited: 03 Mar 2021 13:03
Last Modified: 03 Mar 2021 13:03
DOI: 10.26083/tuprints-00017530
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-175306
Referees: Benlian, Prof. Dr. Alexander ; Buxmann, Prof. Dr. Peter
Refereed: 25 January 2021
URI: https://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/id/eprint/17530
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