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Städte als politische Akteure im Mehrebenensystem der EU -- Eine vergleichende Untersuchung der pan-europäischen Interessenorganisationen Eurocities und RGRE unter besonderer Berücksichtigung der Länder Deutschland, Frankreich und Großbritannien

Niederhafner, Stefan :
Städte als politische Akteure im Mehrebenensystem der EU -- Eine vergleichende Untersuchung der pan-europäischen Interessenorganisationen Eurocities und RGRE unter besonderer Berücksichtigung der Länder Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
TU Darmstadt
[Ph.D. Thesis], (2008)

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Item Type: Ph.D. Thesis
Title: Städte als politische Akteure im Mehrebenensystem der EU -- Eine vergleichende Untersuchung der pan-europäischen Interessenorganisationen Eurocities und RGRE unter besonderer Berücksichtigung der Länder Deutschland, Frankreich und Großbritannien
Language: German
Abstract:

Für Städte ergeben sich durch die fortschreitende Integration im Europäischen Mehrebenensystem neue Zugangsmöglichkeiten zum policy-making auf EU-Ebene. Unter Umgehung der nationalstaatlichen Ebene können Städte substanzielle Beiträge zur Qualität der EU-Politik leisten. Sowohl die Städte wie auch die EU-Organe erweitern durch diese direkten Beziehungen die eigenen Handlungsmöglichkeiten. Allerdings zeigt eine komparatistische Analyse der Staaten Frankreich, Großbritannien und Deutschland, dass dies auf formalen Wegen nicht möglich ist – weder über die Nationalstaaten, noch über den Ausschuss der Regionen. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, inwieweit informelle Einflussnahme, d.h. Lobbying, den Städten eine substanzielle Beteiligung ermöglicht. Mithilfe eines auf der Theorie der Zugangsgüter basierenden Konzepts wird die Verbindung zwischen den Städten und den EU-Organen als Austausch-Beziehung konzipiert. Es werden die Güter definiert, welche die EU-Organe nachfragen und durch deren Angebot die Städte einen Zugang zur Politikformulierung auf EU-Ebene erlangen. Da die Bereitstellung dieser Zugangsgüter - hauptsächlich verschiedene Formen von Wissen - einzelne Städte überfordert, rücken die inter- und transnationalen Verbände der Städte in den Fokus. Anhand der beiden wichtigsten pan-europäischen Städte-Verbände Eurocities (ein transnationales Städtenetzwerk) und RGRE (ein internationaler Dachverband) wird untersucht, inwieweit deren interne Strukturen und Prozesse - also deren „Mitgliedschaftslogik“ - ihre Möglichkeiten bestimmen, der „Einflusslogik“ der „European Governance“ zu entsprechen und die Zugangspunkte der EU-Organe zu nutzen. Es zeigt sich, dass die Städte durch Lobbying-Aktivitäten über beide Organisationen substantielle Beiträge zur EU-Politik leisten können. Jedoch ergeben sich aufgrund von Aufbau und Lobbying-Strategie deutliche Unterschiede zwischen den Organisationen. Abschließend wird auf die aus der Untersuchung resultierenden Bedingungen für die EU-Governance eingegangen, unter welchen die Städte dauerhaft zur Verbesserung von Qualität und Akzeptanz der EU-Politik beitragen können.

Alternative Abstract:
Alternative AbstractLanguage
Cities gain direct access to EU-level policy making as a consequence of the ongoing integration processes in the European multi-level system. In bypassing the national level, they can provide substantial contributions to enhance the quality and acceptance of EU policies. Through their immediate relationship, both the cities as well as the bodies of the EU extend their range of political manoeuvres. However a comparative analysis of Germany, France and the UK shows that the cities have no formal way to access the EU level – neither via their nation states, nor via the Committee of the Regions. Against this backdrop, the informal ways – viz. lobbying – cities have to influence EU policy are examined. Using the Access Good Theory, the connection between the cities and the EU bodies is conceptualized as an exchange relationship, the (access) goods cities can offer are defined, and the access points on the EU level are described. Since the provision and aggregation of the proper access goods – mainly different forms of knowledge – is too complex for single cities, the collective action of cities is examined via the two most important pan-European city organizations, Eurocities and CEMR, one a transnational network, the other an international umbrella association. Their internal structures and processes - their “logic of membership” – are analyzed, as this determines their potential to apply to the European governance-specific “logic of influence” and make use of the EU bodies’ access points. It is shown that the cities can indeed, through these pan-European organizations, contribute to the quality of EU policy. However, due to their different composition and different lobbying strategies, there are remarkable differences between the two organizations. In the conclusion, the conditions the cities as well as the EU bodies have to take account of are drawn out, if the cities are to be able to contribute long-term to improving the quality and acceptance of EU policy.English
Uncontrolled Keywords: Mehrebenensystem, Lobbying, Europa, Städte, Städtenetzwerke, transnationale Netzwerke, internationale Organisationen, Kohäsionspolitik, Wettbewerbspolitik, Zugangsgüter, Neo-Institutionalismus, lokale Ebene, Deutschland, Frankreich, Großbritannien
Alternative keywords:
Alternative keywordsLanguage
Mehrebenensystem, Lobbying, Europa, Städte, Städtenetzwerke, transnationale Netzwerke, internationale Organisationen, Kohäsionspolitik, Wettbewerbspolitik, Zugangsgüter, Neo-Institutionalismus, lokale Ebene, Deutschland, Frankreich, GroßbritannienGerman
EU multi-level governanceEnglish
Classification DDC: 300 Sozialwissenschaften > 350 Öffentliche Verwaltung
300 Sozialwissenschaften > 320 Politik
Divisions: Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Date Deposited: 17 Oct 2008 09:23
Last Modified: 07 Dec 2012 11:54
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-10798
License: Creative Commons: Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0
Referees: Heinelt, Prof. Dr. Hubert and Michèle, Prof. Dr. Knodt
Refereed: 11 December 2007
URI: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/id/eprint/1079
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